Donnerstag, 25. September 2014
Einträge über Alltagsdinge (Servis)
Ich möchte hier eine neue Kategorie von Blogbeiträgen einführen und zwar eine Kategorie mit dem Namen Alltagsdinge über verschiedene Sachen, welche immer wieder in meinen Berichten auftauchen und die ich in einem extra Beitrag kurz näher erklären will, weil sie in Deutschland anders sind oder gar nicht existieren.

Wie zum Beispiel mein heutiges Thema:
Der Servis

Der Servis (ausgesprochen wie Service) ist der Schulbus! Und Servis ist der passende Name, denn man wird früh von Zuhause abgeholt und zur Schule gefahren und nachmittags wieder zurück. Bis fast vor die Haustür!
So sehen die Schulbusse aus:

Ich habe echt Glück, denn in meinen Servis fährt Berkay, mein Klassenkamerad und Freund, mit. D.h. er sitzt früh neben mir. Ansonsten ist es im Schulbus im Allgemeinen still. Früh dämmern alle vor sich hin oder hören Musik und nachmittags sind alle geschafft von der Schule. Am Nachmittag fahre ich mit einem kleineren Bus als am Morgen, und es sind auch nur ein paar Leute vom Morgenservis dabei. Warum das so ist: Ich glaube wegen der Entfernungen und der verschiedenen Stadtteile, aber sicher bin ich nicht. Mein Stadtteil heißt Cayyolu. Und ich finde den Servis echt super.

Wie findet ihr das? Meinungen bitte in die Kommentare.

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Zwischen Polizeihauptrevier und Schule
Hey Guys,

Ich habe mich dazu entschlossen jeden Tag einen kleinen Tagesbeitrag zu schreiben, weil der Wochenbeitrag sonst immer echt lang ist. Und weil mein Beitrag über die Arrival Orientation und meine erste Schulwoche durch einen Internetabsturz nicht gespeichert werden konnte ( bin grad dabei ihn neu zu schreiben). Deshalb ab jetzt tägliches bloggen!

Heute früh bin ich wie immer um 7:00 Uhr aufgestanden. Aber nach dem leckeren Frühstück ging es heute nicht mit dem Schulbus zur Schule, sondern mit Mum im Auto zum Hauptpolizeirevier von Ankara. Dort traf ich mich um 8:30 mit Onur von Yfu um meine Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr zu bekommen. Eine halbe Stunde später traf auch Claudius, ein deutscher Austauschschüler, welcher auch auf meine Schule geht, ein. Zusammen mit Onur bereiteten wir unsere Unterlagen vor. Dann gingen wir in den Warteraum um eine Wartenummer zu ziehen. Doch es gab keine Wartenummern mehr. Der diensthabende Polizist am Schalter erklärte uns, dass pro Tag nur 140 Anträge auf diesem Gebiet bearbeitet werden, und die Leute ab 5:00 Uhr morgens für die Nummern anstehen. Super! Was sollten wir jetzt tun? Natürlich die türkische Variante wie uns Onur aufklärte! Vitamin B! Also rief er Toms Gastmutter an. Tom ist übrigens der dritte Deutsche im Bunde und auch auf meiner Schule. Seine Gastmutter kennt jemandem im Polizeirevier und so konnten wir nach einem einstündigen Aufenthalt in der hübschen Cafeteria, in der wir mit drei Jungs aus Ghana sprachen und etwas aßen, in den Anmelderaum vordringen. So weit, so gut. Doch nachdem der Beamte unsere Unterlagen geprüft hatte, teilte er uns mit, dass es seit 2 Monaten ein neues Ausländergesetz gäbe und man noch nicht wisse, wie es umgesetzt werden solle. Er schickte uns also unverrichteter Dinge wieder hinaus und meinte, dass wir morgen wiederkommen sollen. Wir verabredeten uns mit Onur für den nächsten Morgen um 9:00 Uhr.
Und so standen wir um elf an der Bushaltestelle und fuhren zur Schule. Wir stiegen in die Metro um. Ich liebe es U-Bahn zu fahren, da man das in Dresden ja schlecht machen kann.
Um 12:00, direkt zur großen Mittagspause erreichten wir die Ümitköy Anadolu Lisesi (ÜAL), unsere Schule. Meine Klassenkameraden begrüßten mich mit großem Hallo und fragten gleich wo ich denn gewesen wäre. Sie haben mich vermisst. Nachdem ich gemeinsam mit meinen Freunden im Schulspeisesaal war, gingen wir auf den Hof um Volleyball zu spielen. Das ist hier ein beliebter Pausensport für Mädchen, wohingegen die Jungs auf dem Schulhof Fußball spielen. Es ist immer sehr warm und die Sonne scheint, was es sehr angenehm macht draußen zu sein. Nach 45 Minuten Mittagspause ging es wieder in den Unterricht. Doppelstunde Mathe und zum Schluss Biologie. Ich fuhr mit dem Servis (siehe Extrabeitrag) nach Hause und ruhte mich nach diesem anstrengenden Tag erst einmal aus.

Eure Laura

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